2. Bildungsgrundlagen

So funktioniert die beufliche Grundbildung

Grafik "Berufliche Grundbildung in der Schweiz" (JPG 71 KB)

Wie die berufliche Grundbildung in der Schweiz organisiert ist, sehen Sie aus der grafischen Dar-stellung oben. Zudem erklären wir Ihnen die wichtigsten Elemente:

Bildungsverordung und Bildungsplan pro Beruf
Jeder Beruf hat eine Bildungsverordnung und einen Bildungsplan, in denen die wichtigsten Be-standteile de Lehrberufs definiert sind:

  1. Handlungskompetenzen: Welche Ziele und Anforderungen müssen am Ende des Lernpro-zesses erfüllt sein und wie ist die Bildung auf die Lernorte verteilt (Lehrbetrieb, Berufsfachschule, überbetriebliches Kurszentrum)?
  2. Lektionenzuteilung: Wie viel Zeit wird in der Berufsfachschule für die einzelnen Bereiche aufgewendet?
  3. Überbetriebliche Kurse: Wie sind sie organisiert und aufgeteilt und wie lange dauern sie?
  4. Qualifikationsverfahren: Was wird im Rahmen des Qualifikationsverfahrens geprüft (Qualifikationsbereiche)?
  5. Ausweise und Titel: Welchen Ausweis erhält man am Ende der beruflichen Grundbildung und mit welchem Berufstitel schliesst man ab?

Betrieblicher und individueller Bildungsplan

Die Berufsbildner/innen erstellen auf Grund des Bildungsplans und der Bildungsverordnung Ihres Berufs den betrieblichen Bildungsplan, in dem festgelegt wird, welche Arbeiten Sie wie lange in welchen Bereichen oder Abteilungen erledigen werden. So ist sichergestellt, dass Sie während der betrieblichen Bildung auch tatsächlich die wichtigen vorgegebenen Tätigkeiten und Kenntnisse des Berufs erlernen. Der betriebliche Bildungsplan ermöglicht Ihnen, einen Überblick über das ganze Bildungsjahr zu gewinnen und die Arbeiten zu planen.

Neben der Ausbildung im Lehrbetrieb besuchen Sie auch regelmassig die Berufsfachschule und die überbetrieblichen Kurse (üK). Die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner stimmt den betrieblichen Bildungsplan mit den überbetrieblichen Kursen und dem Unterricht in der Berufsfachschule ab, damit es nicht zu Terminkollisionen kommt. Vielleicht haben Sie noch zusätzliche Unterrichtsstunden wie Stützkurse. Eventuell ist vorgesehen, dass Sie einen Teil der betrieblichen Bildung in einem anderen Betrieb oder einer Filiale des Lehrbetriebs absolvieren. Der individuelle Bildungsplan ist die Umsetzung des betrieblichen Bildungsplans für die einzelne lernende Person.

Arbeitsbuch
Die Arbeitsbuch-Einträge können Sie im Teil 4 des Registers ablegen. Im Teil 4 ist ausführlich beschrieben, worauf Sie bei Arbeitsbuch-Einträgen achten müssen.

Bildungsberichte
Im Bildungsbericht hält die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner Ihren Bildungsstand fest. Dies geschieht auf Grund eines Gesprächs, das Sie zusammen mindestens alle sechs Monate führen. Basis für dieses Gespräch sind Ihre Lernberichte.

Lehrzeugnis
Die Bildungsberichte dienen als Basis für das Lehrzeugnis, das am Ende der beruflichen Grundbildung ausgestellt wird.

Vorlage für individuellen Bildungsplan (DOC 88 KB)

Bildungsverordnung über die berufliche Grundbildung (PDF 33 KB)
Bildungsplan zur Verordnung über die berufliche Grundbildung, bis Lehrbeginn 2012 (PDF 139 KB)
Bildungsplan zur Verordnung über die berufliche Grundbildung, ab Lehrbeginn 2013 (PDF 473 KB)

 

Text dieser Webseite zum Ausdrucken

Kapitel 2 (DOC 933 KB)
 

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